Wir wurden einmal gefragt,
warum denn niemand anders auf diese einfachen Lösungen gekommen ist?
"Weil sich die anderen nicht mit einfachen Lösungen beschäftigen, wir schon."


Projekt DFI (Dynamisches FahrgastInformationssystem)

Die Main-Spessart-Nahverkehrs GmbH beauftragte unser Unternehmen mit der Projektabwicklung eines Dynamisches Fahrgastinformationssystem (DFI).

Projektinhalte:

  • Erstellung eines technischen Konzeptes unter Berücksichtigung der GVFG-Richtlinien
  • Erläuterung und Abstimmung des Konzeptes mit den Zuschussgebern (beteiligte Städte, der Bezirksregierung) und den Verkehrsunternehmen
  • Erstellung eines Lastenheftes bzw. der Ausschreibungsunterlagen
  • Abwicklung einer bundesweiten Ausschreibung nach VOB
  • Erarbeiten eines Vergabevorschlages
  • Projektkoordinierung allgemein, Pflichtenhefterstellung
  • Technische Koordination, Abwicklung der Bauvorhaben und Installation der Anlagen
  • Projektkostenüberwachung
  • Abnahme und Inbetriebnahme des Systems
  • GVFG-Verwendungsnachweis
  • Optimierung, Anpassung und Weiterentwicklung

Ausschreibungstext:

Die Main-Spessart-Nahverkehrs GmbH möchte den ÖPNV weiter verbessern und für die Fahrgäste attraktiver gestalten und beabsichtigt hierzu die Zentral-Omnibus-Bahnhöfe (ZOBs) in den Städten Gemünden, Marktheidenfeld, Arnstein, Karlstadt und Lohr mit einem modernen Dyn. Fahrgast-Informations-System DFI auszurüsten. Dieses DFI beinhaltet elektronische Fahrplan-Anzeigen, auf denen die aktuellen Fahrpläne an den jeweiligen Standorten angezeigt werden sollen, so dass die Fahrgäste auf einen Blick sehen können, wann welcher Bus in welche Richtung fährt. Zusätzlich zu den Fahrplänen können von der Zentrale aus auch Zusatztexte zu den einzelnen Abfahrten (z.B. Verspätung um ...... Min; fällt aus wegen Glatteis etc. etc.) manuell eingegeben werden. Das DFI ist als automatisch arbeitendes System aufzubauen.

Hierzu sind folgende Leistungsmerkmale zu implementieren:

  • der Fahrgast wird vor Ort über die Anzeigen visuell über die aktuelle Situation der Busabfahrten an den jeweiligen Standorten informiert.
  • Die Anzeigen werden automatisch über eine Steuerung mit entsprechenden Fahrplaninformationen versorgt.
  • Zusätzlich können auf den vollgrafikfähigen Anzeigen auch Ankündigungen von Sonderfahrten, Veranstaltungen oder auch Werbetexte angezeigt werden.
  • Zu den optischen Informationen können optional auch akustische Informationen von der Einsatzzentrale (Gemünden) aus an die jeweiligen Anzeigen übertragen und die Fahrgäste auch akustisch auf Veränderungen im ÖPNV hingewiesen werden.
  • Sämtliche Anzeigen werden von der Einsatzzentrale in Gemünden aus, über Telefonleitungen gesteuert.
  • In dem Leitstellen-PC sind die unterschiedlichen Fahrpläne für die verschiedenen Anzeigen (mit z.T. unterschiedlichen Tagesgruppen) gespeichert.
  • Die automatische Weiterschaltung der Fahrpläne wird über DCF 77 gesteuert.
         

Ergebnis:
 
Sieben dieser Anzeigetafeln informieren jetzt den Fahrgast über Details des öffentlichen Nahverkehrs. Die schwarze Tafel mit der roten Leuchtschrift am Busbahnhof Adenauerplatz hat es in sich. Dank elektronischer Steuerung zeigt sie an, wenn sich der Bus verspätet. Und außerdem kann sie sprechen.
Und so wird es gesteuert: Gibt es während der Fahrt Komplikationen wie Stau, Unfall, Eisregen oder Umleitung, meldet der Busfahrer diese per Funk der Mobilitätszentrale. Deren Mitarbeiter haben direkten Zugriff zu den einzelnen Rechnern der Anzeigetafeln.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, die wartenden Fahrgäste durch ein akustisches Signal aufmerksam zu machen. Die Anlagen sind so eingerichtet, dass Informationen auch sprachlich übermittelt werden können.
Den Gästen, unter ihnen die Mitglieder des Kreisausschusses, wurde die DFI eindrucksvoll vorgeführt. Laut und deutlich machte die Anzeigetafel auf sich aufmerksam: "Auch dieses Jahr fahren Sie mit unserem Festwochenexpress sicher und streßfrei zur Laurenzi-Messe" tönte aus dem Lautsprecher.
Nächstes "Bonbon": An der linken Seite des Pfostens ist ein Informationsknopf. Wer den roten Knopf drückt, wird direkt mit der Mobilitätszentrale verbunden. Dort sind Mitarbeiter Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und am Samstag von 8 bis 18 Uhr ansprechbar, um Auskunft über den Nahverkehr zu geben. Ausdrücklich warnte der Landkreischef vor dem Missbrauch des Knopfes, den einige Passanten schon zweckentfremdet hätten.
340.000 Euro kostete das Informationssystem, davon gab es 260.000 Euro Zuwendungen von der Bezirksregierung Unterfranken.
Enthüllung und Vorstellung des Systems durch den Landrat.(Quelle: Main-Post)


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